Gravelbike – der neue Trend aus den USA

Entstanden in den USA und auch bald schon in Europa absoluter Kult - das Gravelbike! Diese Kombination aus klassischen Straßenrennrädern und geländetauglichen Crossrädern ist im amerikanischen Raum längst ein absoluter Hit. Der Verkaufsschlager mit Wurzeln in Nordamerika besitzt mittlerweile auch über dem Atlantik hinaus eine immer größer werdende Nachfrage. Der Grund für den durchschlagenden Erfolg ist vor allem in der Verwendung zu suchen. Als Zwitter zwischen zwei bereits ausgesprochen populären Rädern, wird das Gravelbike zu einem absoluten Alleskönner für Straßen und unbefestigte Strecken.

Gravel Bikes - Multitalente für nahezu jeden Untergrund

Gravel Bikes lohnen sich in ihrer Anschaffung vor allem aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Statt für unebene Untergründe ein Mountainbike und für Straßen das klassische Endurance Bike zu wählen, ist das Rad für beide Optionen ausgelegt. Es vereint damit die Stärken beider Varianten, ohne in punkto Handling Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. Die Multi-Terrain Räder werden deshalb in den USA auch gern als "Adventure Bikes" beworben, mit denen jede Ausfahrt zu einem echten Abenteuer wird, bei dem das Rad ein stetiger und zuverlässiger Begleiter ist. Die Route für eine Ausfahrt muss so im Vorfeld nicht mehr künstlich begrenzt werden, was auch der Abwechslung zu Gute kommt. Daher lohnen sich Gravel Bikes durchaus auch für Personengruppen, die nur gelegentlich beziehungsweise am Wochenende eine Ausfahrt unternehmen. Populäre Modelle aus den USA sind aktuell zum Beispiel das Specialized Diverge Bike, Giant Revolt oder GT Grade. Neben ihren technischen Präferenzen unterscheiden sich diese zudem in ihrer Preisklasse - mit teilweise durchaus erheblichen Differenzen.

Technische Präferenzen der Gravel Bikes

Die Rahmen werden in ihrer Stabilität so konstruiert, dass unterschiedliche Belastungen entsprechend des Untergrunds absorbiert werden können. Herkömmliche Stöße können Gravel Bikes daher nichts anhaben. Anders als "echte" Rennräder, nutzen sie außerdem eine höhere und "gerader" ausgerichtete Sitzposition. Das soll für mehr Komfort und einen stabileren Halt zum Ausbalancieren des Gewichtes auf unebenem Terrain sorgen. Steuerkopf und Oberrohr tragen somit aktiv zum Komfort bei. Prägnant für die Gravel Bikes sind außerdem die hydraulischen Scheibenbremsen. Räder in den oberen Preisklassen vertrauen aufgrund der Nachhaltigkeit und höheren Effizienz immer auf hydraulische Disc-Modelle, was sich als Investition definitiv auch für den Käufer lohnt. Auch die Reifenbreite ist, typisch für einen Zwitter zwischen Cross- und Rennrad- eher breiter ausgelegt, damit auf unebenen Strecken der Gripp nicht verloren geht. Typische Branchenwerte siedeln sich hier zwischen 28 mm und 35 mm an. Welche Reifenbreite für die eigenen Anforderungen ideal ist, hängt von der Nutzung ab. Wird häufiger auf Straßen gefahren, empfehlen sich Werte um die 28 mm, während bei einer vermehrten Nutzung in Wald und Co eher die breiteren Reifen gewählt werden sollten.

Dank eines verlängerten Hinterbaus und dem tendenziell eher größeren Radstand gewinnen die Räder fundamental an Stabilität. Steuerkopf und Tretlager werden hingegen etwas herabgesetzter angebracht, um unabhängig vom Terrain eine entspannte und komfortable Steuerung des Rades zu ermöglichen. Die allgemeine Rahmengröße ähnelt hingegen Rennrädern. Hier lassen sich bestenfalls kleinere Unterschiede von wenigen Millimetern oder Zentimetern ausmachen.

Die ideale Kombination für jedermann

Die größte Stärke der Gravel Bikes ist zweifelsfrei ihr flexibler Einsatz. Sie bieten ihrem neuen Besitzer ein Höchstmaß an Stabilität, Vielseitigkeit und Komfort, während auch das Preis-/Leistungsverhältnis zu überzeugen weiß. Das liegt vor allem daran, dass dank eines Gravelbikes nicht länger zwei Räder gekauft beziehungsweise unterhalten werden müssen. Auch Hobby- und Gelegenheitsfahrer kommen mit den Bikes so ganz auf ihre Kosten - zumal der Fokus auf maximalen Komfort für unglaublich viel Spaß bei der Ausfahrt sorgt. So wird der Verkaufsschlager aus den USA wohl auch schon bald in Deutschland einen festen Stand im Markt der Fahrräder besitzen.